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Das "Verbundenheit-Autonomie"-Ritual

Ein Ritual zur Klärung von Bedürfnissen in Beziehungen von Robert Riedl

Wir alle kennen die Erfahrung, uns als selbstbestimmte Wesen zu begreifen: d. h. unabhängig wählen zu können, bewusst und frei entscheidend; die unangenehme  Kehrseite eigener Autonomie stellt ein Alleingelassenwerden oder Einsamkeit dar.

Andererseits erleben wir uns als "Verbundenheitswesen" mit unserem mehr oder weniger tiefen Eingebundensein in Beziehungen, Gemeinschaft und Gesellschaft; die unschöne Kehrseite von Verbundenheiten ist ein Angewiesensein und Erleben von Abhängigkeiten. – Wer einen dieser "Lebenspole" von Verbundenheit und Autonomie aufgrund ihrer Kehrseiten im eigenen Leben komplett ablehnt, wird unausweichlich ein Ungleichgewicht im Lebendigsein erleben, das es zu klären bzw. auszubalancieren gilt.

Das folgende Ritual bietet die Chance, in einen neuen inneren Kontakt mit dir selbst und deinem Gegenüber zu kommen. Damit kann etwas Wichtiges mit dem anderen und sich selbst geklärt werden. Die folgenden Ritualphasen werden gemeinsam aber auch autonom, also alleine, durchgeführt.