60 Minuten der Veränderung ist ein kompaktes Arbeitsbuch für Menschen, die depressive Verstimmungen, innere Schwere oder wiederkehrende Stimmungseinbrüche besser verstehen möchten.
Depressive Muster entstehen oft nicht plötzlich. Häufig bauen sie sich schrittweise auf: Rückzug, Grübeln, Selbstabwertung, Antriebslosigkeit, Überforderung, Erschöpfung und das Gefühl, keinen Ausweg mehr zu sehen, verstärken sich gegenseitig.
Dieses Arbeitsbuch lädt dazu ein, die eigene depressive Seite genauer kennenzulernen – nicht, um sich damit zu identifizieren, sondern um früher zu bemerken, wann ein depressiver Kreislauf beginnt.
Worum es in diesem Arbeitsbuch geht
In diesem Arbeitsbuch lernen Sie, depressive Muster besser zu erkennen und den Teufelskreis der Depression früher zu unterbrechen.
Ziel ist, eigene Auslöser, Warnzeichen und verstärkende Verhaltensweisen bewusster wahrzunehmen. Dazu gehören zum Beispiel Rückzug, Grübeln, Schlafveränderungen, innere Abwertung, weniger Aktivität, weniger soziale Kontakte oder das Gefühl, ohnehin nichts verändern zu können.
Psychotherapeut Robert Riedl gibt eine konkrete Anleitung, wie ein persönlicher Notfallplan für beginnende oder akute depressive Zustände erstellt werden kann.
Für wen dieses Arbeitsbuch hilfreich sein kann
Das Arbeitsbuch kann hilfreich sein, wenn Sie depressive Verstimmungen oder wiederkehrende innere Tiefs besser verstehen und früher gegensteuern möchten.
Typische Themen können sein:
- depressive Verstimmungen oder gedrückte Stimmung
- innere Schwere und Antriebslosigkeit
- Rückzug und weniger Kontakt zu anderen Menschen
- Grübeln und Selbstabwertung
- das Gefühl, in einem Stimmungstief festzustecken
- Überforderung durch Alltag, Arbeit oder Beziehungen
- frühe Warnzeichen besser erkennen
- einen persönlichen Notfallplan entwickeln
Das Arbeitsbuch ersetzt keine Psychotherapie, kann aber eine hilfreiche Ergänzung sein – besonders dann, wenn Sie zwischen therapeutischen Sitzungen weiterarbeiten oder sich selbst strukturierter mit depressiven Mustern beschäftigen möchten.
Die Übung: Notfallplan bei beginnender Depression
Die zentrale Übung unterstützt dabei, einen persönlichen Notfallplan zu entwickeln. Dieser Plan soll helfen, frühzeitig zu erkennen, wann sich ein depressiver Kreislauf anbahnt, und konkrete Gegenmaßnahmen festzulegen.
Dabei können Fragen hilfreich sein wie:
- Woran merke ich früh, dass meine Stimmung kippt?
- Welche Gedanken treten dann häufig auf?
- Welche Verhaltensweisen verstärken meine depressive Stimmung?
- Was hilft mir kurzfristig, wieder etwas stabiler zu werden?
- Welche Menschen kann ich kontaktieren?
- Welche Aktivitäten helfen mir, nicht weiter in Rückzug zu geraten?
- Welche Warnzeichen darf ich nicht ignorieren?
- Wann brauche ich professionelle oder ärztliche Hilfe?
So entsteht ein konkreter Plan, der in belastenden Phasen Orientierung geben kann. Gerade dann, wenn Denken, Fühlen und Handeln schwerer werden, kann ein vorher erarbeiteter Plan helfen, nicht alles neu entscheiden zu müssen.
Zur Taschenbuch-Reihe „60 Minuten der Veränderung“
Wann ist ein Erstgespräch sinnvoll?
Ein Erstgespräch kann sinnvoll sein, wenn depressive Verstimmungen, innere Schwere, Antriebslosigkeit, Rückzug oder Grübeln Ihren Alltag zunehmend belasten.
Besonders dann, wenn Sie merken, dass sich depressive Muster wiederholen, Sie kaum noch ins Handeln kommen oder sich selbst stark abwerten, kann Psychotherapie entlasten.
Auch wenn Sie bereits mit Übungen arbeiten, aber merken, dass Sie allein nicht ausreichend stabiler werden, kann ein Gespräch helfen: Was belastet Sie? Welche depressiven Kreisläufe halten die Stimmung aufrecht? Welche nächsten Schritte sind realistisch?
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