Das Tagebuch meiner schönen Erfolge funktioniert wie ein Journal für kleine und große Ziele. Die Übung ist einfach: Schreiben Sie möglichst jeden Tag vor dem Schlafengehen kleinere, mittlere oder größere Erfolge auf – also Zielsetzungen, die Sie erreicht haben.
Erfolge können äußerlich sichtbar sein, also von außen und von anderen Menschen beobachtet werden. Ein Beispiel wäre der erfolgreiche Abschluss der Schule. Es gibt aber auch innere Erfolge. Dazu gehört alles, was gelungen ist, aber nur Sie selbst sehen können. Statt „innere Erfolge“ könnte man auch von Entwicklungen, Lernschritten oder persönlichen Fortschritten sprechen.
Wir stärken unseren Selbstwert, wenn unsere Aufmerksamkeit bewusst auf das gelenkt wird, was uns gelungen ist oder was wir erreicht haben. Besonders in Lebensphasen, in denen das Selbstwertgefühl geschwächt ist, kann es wichtig sein, sich bewusst zu machen, was trotzdem gelingt.
Worum es in diesem Tagebuch geht
Im Tagebuch meiner schönen Erfolge richten Sie den Blick bewusst auf das, was Sie geschafft haben. Fünf Minuten täglich genügen, um die Aufmerksamkeit gezielter auf Erfolge, Fortschritte und bewältigte Schritte zu lenken.
Es geht nicht darum, sich selbst künstlich zu loben oder Schwierigkeiten zu verdrängen. Es geht darum, den Blick gerechter zu machen. Viele Menschen nehmen Fehler, Versäumnisse oder Misserfolge sehr schnell wahr – eigene Erfolge dagegen werden oft übersehen, abgewertet oder sofort relativiert.
Dieses Tagebuch soll helfen, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein zu nähren, indem tägliche Erfolge sichtbar werden. Das kann den eigenen Selbstwert stärken und die Selbstachtung fördern.
Wie das Tagebuch genutzt werden kann
Schreiben Sie möglichst jeden Abend auf, was Ihnen an diesem Tag gelungen ist. Es dürfen kleine, mittlere oder große Erfolge sein. Wichtig ist nicht, ob andere Menschen diese Erfolge bemerken würden. Wichtig ist, dass Sie selbst wahrnehmen, was Sie geschafft haben.
Hilfreiche Fragen können sein:
- Was ist mir heute gelungen?
- Welches Ziel habe ich heute erreicht?
- Was habe ich trotz innerem Widerstand geschafft?
- Welche kleine Aufgabe habe ich erledigt?
- Wo habe ich gut für mich gesorgt?
- Welche Entwicklung kann ich bei mir erkennen?
- Was habe ich heute gelernt?
- Worauf darf ich heute mit gesundem Stolz blicken?
Sobald sich Selbstzweifel breitmachen oder der Selbstwert sehr niedrig wirkt, können Sie das Tagebuch zur Hand nehmen und darin lesen. Es erinnert daran, dass nicht nur Probleme, Fehler und Defizite Teil Ihrer Geschichte sind, sondern auch Gelungenes, Entwicklung und Bewältigung.
Falls das Selbstwertgefühl dadurch nicht besser wird, kann ein nächster konkreter Schritt helfen: Setzen Sie sich ein kleines Ziel, das Sie sicher erreichen können. Danach tragen Sie diesen Erfolg ein.
Wann ist ein Erstgespräch sinnvoll?
Ein Erstgespräch kann sinnvoll sein, wenn Selbstzweifel, Selbstabwertung, depressive Verstimmungen, Erschöpfung oder innere Schwere Ihren Alltag zunehmend belasten.
Besonders dann, wenn Sie eigene Erfolge kaum noch wahrnehmen, sich ständig mit anderen vergleichen oder das Gefühl haben, nie zu genügen, kann Psychotherapie entlasten.
Auch wenn Sie bereits mit Tagebuch- oder Selbstwertübungen arbeiten, aber merken, dass Sie allein nicht ausreichend stabiler werden, kann ein Gespräch helfen: Was schwächt Ihren Selbstwert? Welche Muster halten Selbstabwertung aufrecht? Welche nächsten Schritte sind realistisch?
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DIE HÄUFIGSTEN FRAGEN VOR DEM ERSTGESPRÄCH

