Angst ist eine lebenswichtige Grundemotion. Sie schützt uns vor Gefahren und hilft, aufmerksam, vorsichtig und handlungsfähig zu bleiben. Manchmal wird dieses innere Schutzsystem jedoch zu empfindlich. Dann entstehen übermäßige Nervosität, starke Befürchtungen, Vermeidung, Phobien oder Panikattacken.
Das Kerberos-Programm ist ein Arbeitsbuch für Menschen, die ihre Angst besser verstehen und konkrete Schritte im Umgang mit Angstgefühlen üben möchten. Es bietet eine lebenspraktische Drei-Schritte-Anleitung für Zuhause.
Worum es im Kerberos-Programm geht
Angst ist zunächst nichts Krankes. Sie ist ein Schutzsystem. Schwierig wird es, wenn dieses Schutzsystem immer häufiger Alarm schlägt, obwohl keine unmittelbare Gefahr besteht. Dann kann Angst den Alltag zunehmend einengen.
Das kann sich zeigen durch starke innere Unruhe, körperliche Anspannung, Herzklopfen, Druck auf der Brust, Schwindel, Grübeln, Vermeidungsverhalten, Phobien oder Panikattacken. Viele Betroffene wissen rational, dass die Angst übertrieben ist – und erleben sie trotzdem körperlich und emotional als sehr real.
Das Kerberos-Programm arbeitet mit einem einprägsamen Bild: Kerberos, der dreiköpfige Hund aus der griechischen Mythologie, steht hier für ein inneres Alarmsystem, das eigentlich schützen soll, aber manchmal zu heftig, zu schnell oder an der falschen Stelle reagiert.
Im Arbeitsbuch wird dieser „innere Wachhund“ nicht bekämpft, sondern trainiert. Ziel ist nicht, Angst vollständig abzuschaffen. Ziel ist, Angst besser zu verstehen, ihre Dynamik zu erkennen und wieder mehr Selbststeuerung zu gewinnen.
Die Drei-Schritte-Anleitung
Das Buch ist als aufbauender Angst-Therapie-Kurs für Zuhause gestaltet. Die einzelnen Therapie-Einheiten können Schritt für Schritt bearbeitet werden. Viele Übungen lassen sich aber auch unabhängig voneinander nutzen, wenn Sie gerade mit konkreten Angstgefühlen besser umgehen möchten.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie entsteht der Teufelskreis der Angst – und wie kann er bewusst unterbrochen werden?
Typische Themen sind:
- Angstreaktionen besser verstehen
- körperliche Angstsymptome einordnen
- den eigenen Angstkreislauf erkennen
- Vermeidungsmuster wahrnehmen
- beruhigende und stabilisierende Schritte entwickeln
- mehr Abstand zu beängstigenden Gedanken gewinnen
- kleine konkrete Handlungsschritte planen
- Selbstwirksamkeit im Umgang mit Angst stärken
Das Arbeitsbuch ist lösungsorientiert und alltagsnah angelegt. Es ersetzt keine Psychotherapie, kann aber eine hilfreiche Ergänzung sein – besonders dann, wenn Sie zwischen Sitzungen üben oder sich selbst strukturiert mit dem Thema Angst auseinandersetzen möchten.
Wann ist ein Erstgespräch sinnvoll?
Ein Erstgespräch kann sinnvoll sein, wenn Angst, Panikattacken, Phobien, innere Unruhe oder Vermeidungsverhalten Ihren Alltag deutlich belasten.
Besonders dann, wenn Sie bestimmte Situationen vermeiden, aus Angst kaum zur Ruhe kommen, körperliche Symptome nicht einordnen können oder sich zunehmend eingeschränkt fühlen, kann Psychotherapie helfen.
Auch wenn Sie bereits mit Übungen arbeiten, aber merken, dass Sie allein nicht weiterkommen, kann ein Gespräch Orientierung geben: Was hält die Angst aufrecht? Was hilft kurzfristig? Was braucht es langfristig?
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DIE HÄUFIGSTEN FRAGEN VOR DEM ERSTGESPRÄCH

