Gabriel Gracíano Moralès leidet an Cor mobile, einem sogenannten Wanderherz. Nach einer erfolgreichen Herztransplantation in Wien stellen sich unerklärliche Symptome einer Abstoßreaktion ein.
Beim Versuch, die Identität seines Herzspenders zu erforschen, entdeckt Gabriel eine lebensgefährliche Kunst: Mehr und mehr glaubt er, die innerste Gestalt des Herzens lesen zu können.
Das transplantierte Herz scheint Erinnerungen des Spenders in sich zu tragen. Es verändert Gabriels Wahrnehmung, seine Sehnsucht, seine Persönlichkeit – und führt ihn immer tiefer in eine Geschichte aus Liebe, Verlust, Besitz und Schuld.
Ein Roman über Herz, Erinnerung und männliche Hybris
Von der Kunst die Gestalt des Herzens zu lesen erzählt von einem intellektuellen Mann, der seine eigene Zerrissenheit zunehmend als Erkenntnis missversteht. Aus Liebe wird Deutung. Aus Schmerz wird Anspruch. Aus Erinnerung wird Besitz.
Der Roman seziert männliche Hybris dort, wo sie sich sprachlich veredelt, moralisch rechtfertigt und schließlich gefährlich wird. Im Zentrum steht die dunkle Frage, wie ein Mann, der verstehen will, zum Täter werden kann.
Damit führt der Roman an ein extremes Ende männlicher Besitzlogik: den Femizid. Nicht reißerisch, sondern literarisch, psychologisch und schonungslos.
Für wen dieser Roman interessant sein kann
Für Leserinnen und Leser, die literarische Romane über Identität, Körper, Liebe, Erinnerung und Schuld schätzen. Für Menschen, die psychologische Spannung, existenzielle Stoffe und moralische Grenzfragen suchen.
Ein Roman über ein fremdes Herz im eigenen Körper – und über einen Mann, der glaubt, ein Herz lesen zu können, bis er nicht mehr erkennt, was Liebe ist und was Gewalt.

