Das Tagebuch meiner schönen Dinge funktioniert wie ein Journal für das kleine und große Glück. Die Übung ist einfach: Schreiben Sie möglichst jeden Tag vor dem Schlafengehen schöne Dinge auf, die Ihr Leben bereichert haben.
Schöne Dinge können klein oder groß sein: ein köstlicher Himbeerpudding, das erfrischende Gezwitscher eines Singvogels, ein Lied von Elvis Presley, eine Cello-Sonate von Johann Sebastian Bach, ein Gemälde von Vincent van Gogh, ein Gedicht von Rainer Maria Rilke, ein ehrliches Gespräch mit einem Freund, das herzliche Lachen eines Kindes, ein glasklarer Gedanke oder einfach die Freude, lebendig zu sein.
Wir fühlen uns oft glücklicher, wenn in uns Gefühle von Liebe, Freiheit, Interesse, Genuss, Würde, Stolz, Lust oder Freude erlebbar werden. Diese acht Glücksqualitäten bilden die emotionale Basis für Lebenszufriedenheit.
Im Erleben von Glückseligkeit erfüllt uns eine pure Lebensfreude. Wer sich glückselig fühlt, ruht im Mittelpunkt seines Lebendigseins. Mit anderen Worten: Man befindet sich im Zentrum des eigenen Seelenfriedens.
Worum es in diesem Tagebuch geht
Dieses Tagebuch soll täglich fünf Minuten Seelenfrieden schenken. Die schönen Dinge des Lebens werden bewusster, wenn man sie regelmäßig wahrnimmt, benennt und festhält.
Gerade in belastenden Zeiten richtet sich die Aufmerksamkeit oft automatisch auf Probleme, Stress, Ärger, Enttäuschungen oder Sorgen. Das ist menschlich verständlich, kann aber den Blick auf stärkende Erfahrungen verengen.
Das Tagebuch lädt dazu ein, schöne Momente nicht einfach vorbeiziehen zu lassen. Es hilft, sie zu sammeln, zu würdigen und später wieder nachlesen zu können.
Wie das Tagebuch genutzt werden kann
Schreiben Sie möglichst täglich vor dem Schlafengehen einige schöne Dinge auf, die Ihr Leben an diesem Tag bereichert haben. Es geht nicht um große Ereignisse oder perfekte Formulierungen. Es geht darum, den Blick für stärkende Erfahrungen zu schulen.
Hilfreiche Fragen können sein:
- Was war heute schön?
- Was hat mich kurz lächeln lassen?
- Welche Begegnung tat mir gut?
- Was habe ich gesehen, gehört, geschmeckt oder gespürt?
- Wofür bin ich heute dankbar?
- Was hat mir Würde, Freude, Genuss oder Interesse geschenkt?
- Was möchte ich nicht vergessen?
- Welches kleine schöne Ding könnte ich morgen bewusst wieder tun?
Sobald sich im Leben miese Stimmung breitmacht oder Sie sich unter Stress gesetzt fühlen, können Sie das Tagebuch zur Hand nehmen und darin lesen. Das kann zu mehr Wohlbefinden führen oder zumindest mehr inneren Abstand schaffen.
Falls die Stimmung dadurch nicht besser wird, kann ein nächster Schritt helfen: Machen Sie etwas von dem, was Sie aufgeschrieben haben. Ein schönes Ding, auf das Sie gerade Lust haben.
Wann ist ein Erstgespräch sinnvoll?
Ein Erstgespräch kann sinnvoll sein, wenn Stress, depressive Verstimmungen, Erschöpfung, Grübeln oder innere Schwere Ihren Alltag zunehmend belasten.
Besonders dann, wenn schöne Dinge kaum noch wahrnehmbar sind, Freude selten spürbar wird oder Sie sich im Alltag nur noch funktionierend erleben, kann Psychotherapie entlasten.
Auch wenn Sie bereits mit Tagebuch- oder Selbstfürsorgeübungen arbeiten, aber merken, dass Sie allein nicht ausreichend stabiler werden, kann ein Gespräch helfen: Was belastet Sie? Was verstellt den Zugang zu Wohlbefinden? Welche nächsten Schritte sind realistisch?
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DIE HÄUFIGSTEN FRAGEN VOR DEM ERSTGESPRÄCH
























