Tagebuch meiner schönen Dinge: tägliche Umfokussierungsübung

Das „Tagebuch meiner schönen Dinge“ ist eine einfache Übung, um den Blick regelmäßig auf gute, stärkende oder angenehme Momente im Alltag zu richten. Sie kann helfen, Stress zu unterbrechen, Grübeln zu begrenzen und mehr innere Ruhe zu finden.

Geeignet bei: Stress, Grübeln, Erschöpfung, depressiver Stimmung, innerer Unruhe und dem Wunsch, den Blick wieder mehr auf das Gute im Alltag zu lenken.

Dauer: täglich ca. 5 Minuten.

Empfehlung: Schreiben Sie lieber jeden Tag eine kleine konkrete Sache auf, als lange Texte erzwingen zu wollen. Einfach, ehrlich und regelmäßig ist besser als perfekt.

So funktioniert die Übung

Nehmen Sie sich am besten am Abend kurz Zeit. Schreiben Sie eine Sache auf, die an diesem Tag gut, schön, angenehm, stärkend oder wertvoll war.

Das kann etwas sehr Kleines sein: ein Geschmack, ein Geruch, ein Lied, ein kurzer freundlicher Moment, ein gutes Gespräch, ein schöner Gedanke, ein Spaziergang oder einfach der Moment, in dem Sie den Tag geschafft haben.

Wenn Sie sich später gestresst, belastet oder innerlich niedergedrückt fühlen, können Sie Ihre Liste wieder lesen. Dadurch entsteht oft ein kleiner Abstand zum Druck des Augenblicks.

Hinweis: Diese Übung soll keinen Zwang zur positiven Stimmung erzeugen. Wenn es Ihnen schlecht geht, reicht ein sehr kleiner Eintrag. Zum Beispiel: „warmer Tee“, „frische Luft“, „ein ruhiger Moment“ oder „ich bin heute aufgestanden“.

Beispiele für schöne Dinge

  • Ein gutes Essen
  • Der Duft von Kaffee, Tee, Brot oder Blumen
  • Ein freundlicher Blick
  • Ein Lied, das guttut
  • Ein kurzer Spaziergang
  • Ein ehrliches Gespräch
  • Ein Moment von Ruhe
  • Ein Gedanke, der etwas leichter macht
  • Ein Mensch, bei dem man sich wohlgefühlt hat
  • Das Gefühl, den Tag geschafft zu haben

Wenn Stress stärker wird

Wenn Sie merken, dass Stress, Druck oder Grübeln stärker werden, können Sie Ihre Liste zur Hand nehmen und einige Einträge langsam durchlesen.

Manchmal hilft es zusätzlich, eine Sache aus der Liste bewusst wieder zu tun: Musik hören, einen Tee trinken, kurz hinausgehen, etwas kochen, jemanden anrufen oder sich einen kleinen schönen Moment erlauben.

Wie oft üben?

Beginnen Sie möglichst einfach. Ein Eintrag pro Tag genügt. Wenn die Übung hilfreich ist, können Sie sie regelmäßig am Abend wiederholen oder Ihre Liste in belastenden Momenten kurz durchlesen.


Kontakt & Erstgespräch

Wenn Grübeln, Erschöpfung, innere Unruhe oder depressive Stimmung Ihren Alltag zunehmend belasten, kann ein persönliches Gespräch helfen, die Situation besser einzuordnen.

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