PSYCHOTHERAPIE BEI BURNOUT, DEPRESSION, ANGST UND LEBENSKRISEN

Robert Riedl

Viele Menschen suchen erst dann Unterstützung, wenn sie schon lange durchgehalten haben. Nach außen funktioniert der Alltag vielleicht noch; innerlich aber nehmen Erschöpfung, depressive Stimmung, Angst, Schlafprobleme oder Krisengefühle zu.

Psychotherapie kann helfen, Belastungen besser zu verstehen, innere Muster zu erkennen und wieder mehr Stabilität, Orientierung und Handlungsspielraum zu entwickeln. In meiner Praxis in Graz begleite ich Personen, die an ihre Grenzen kommen und einen klaren, geschützten Rahmen für den nächsten Schritt suchen.

Wenn Sie lange funktioniert haben

Viele Betroffene kommen nicht in Psychotherapie, weil sie „schwach“ sind. Häufig ist eher das Gegenteil der Fall: Sie haben zu lange durchgehalten.

Vielleicht haben Sie Verantwortung getragen, Probleme allein gelöst, sich angepasst, weitergearbeitet, sich um andere gekümmert oder eigene Belastungen zurückgestellt. Irgendwann reicht die bisherige Art, mit Druck, Konflikten oder innerer Anspannung umzugehen, nicht mehr aus.

Typische Gedanken können sein:

  • „Ich funktioniere noch, aber innerlich kann ich nicht mehr.“
  • „Ich bin ständig müde, angespannt oder gereizt.“
  • „Ich komme nicht mehr richtig zur Ruhe.“
  • „Ich habe Angst, dass es schlimmer wird.“
  • „Ich erkenne mich selbst kaum wieder.“
  • „Ich brauche Hilfe, weiß aber nicht genau, wo ich anfangen soll.“

Ein Erstgespräch kann helfen, die Situation zu sortieren und zu klären, welche Unterstützung sinnvoll ist.


Häufige Anzeichen von Überlastung

Psychische Belastung zeigt sich nicht bei allen Menschen gleich. Manche werden traurig und ziehen sich zurück. Andere werden unruhig, gereizt, angespannt oder bekommen körperliche Beschwerden.

Mögliche Anzeichen sind:

  • dauerhafte Erschöpfung
  • Schlafprobleme
  • innere Unruhe oder Nervosität
  • depressive Stimmung
  • Antriebslosigkeit
  • Grübeln
  • Angst oder Panik
  • körperliche Anspannung
  • Rückzug
  • Reizbarkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • das Gefühl, nur noch zu funktionieren
  • Überforderung im Beruf, in Beziehungen oder in der Familie

Solche Symptome sind keine persönliche Schwäche. Sie können Hinweise darauf sein, dass Körper, Psyche und Lebenssituation aus dem Gleichgewicht geraten sind.


Psychotherapie bei Burnout und Erschöpfung

Burnout entwickelt sich oft schleichend. Anfangs versucht man, mehr zu leisten, besser zu planen oder sich einfach zusammenzureißen. Mit der Zeit wird aber deutlich: Erholung reicht nicht mehr aus, die innere Spannung bleibt bestehen und die Kraft kommt nicht richtig zurück.

In der Psychotherapie kann es darum gehen, besser zu verstehen:

  • wo Ihre Belastung entsteht
  • welche inneren Antreiber eine Rolle spielen
  • wo Grenzen verloren gegangen sind
  • welche Konflikte Sie dauerhaft erschöpfen
  • was Sie brauchen, um wieder stabiler zu werden

Ziel ist nicht, Sie einfach wieder „funktionsfähig“ zu machen. Ziel ist, dass Sie wieder besser wahrnehmen können, was Sie belastet, was Ihnen guttut und welche Veränderungen möglich sind.


Psychotherapie bei Depression und depressiver Stimmung

Depression zeigt sich nicht immer nur durch Traurigkeit. Manche Menschen fühlen sich leer, erschöpft, gereizt, hoffnungslos oder innerlich abgeschnitten. Andere verlieren Freude, Interesse oder Antrieb. Auch Rückzug, Schlafprobleme, Schuldgefühle und ständiges Grübeln können dazugehören.

Psychotherapie kann helfen, die depressive Entwicklung besser zu verstehen und wieder kleine, realistische Schritte in Richtung Stabilität zu finden.

Dabei geht es unter anderem um:

  • belastende Gedankenmuster
  • innere Selbstabwertung
  • Rückzug und Überforderung
  • Beziehungserfahrungen
  • ungelöste Konflikte
  • Verlust, Enttäuschung oder Sinnkrisen
  • neue Möglichkeiten im Umgang mit sich selbst

Depressive Zustände brauchen einen klaren, ruhigen und verlässlichen Rahmen. Genau dieser Rahmen kann in der Psychotherapie entstehen.


Psychotherapie bei Angst und Panik

Angst kann sehr belastend sein. Sie kann plötzlich auftreten, etwa als Panikattacke, oder dauerhaft im Hintergrund bleiben: als innere Anspannung, Sorgen, Vermeidung, Grübeln oder körperliche Unruhe.

Viele Betroffene erleben Symptome wie Herzklopfen, Druckgefühl, Zittern, Atemnot, Enge, Schwindel oder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Das kann verunsichern und den Alltag stark einschränken.

In der Psychotherapie geht es darum, Angst nicht nur wegzudrücken, sondern sie zu verstehen:

  • Wann tritt sie auf?
  • Was löst sie aus?
  • Welche Situationen werden vermieden?
  • Welche Gedanken verstärken die Angst?
  • Was braucht es, damit wieder mehr Sicherheit entsteht?

Ziel ist, wieder mehr Vertrauen in sich selbst, den eigenen Körper und die eigene Handlungsfähigkeit zu entwickeln.


Psychotherapie in Lebenskrisen

Lebenskrisen entstehen oft an Übergängen oder Bruchstellen. Dazu können Trennungen, Verluste, berufliche Veränderungen, familiäre Belastungen, Krankheit, Konflikte oder das Gefühl gehören, im eigenen Leben festzustecken.

Eine Krise bedeutet nicht automatisch, dass etwas „falsch“ mit Ihnen ist. Sie zeigt aber häufig, dass bisherige Lösungen nicht mehr tragen.

Psychotherapie kann helfen, eine Krise zu ordnen:

  • Was ist passiert?
  • Was belastet am meisten?
  • Was muss zuerst stabilisiert werden?
  • Welche Entscheidungen stehen an?
  • Welche Muster wiederholen sich?
  • Welche nächsten Schritte sind realistisch?

In einer Lebenskrise geht es oft zuerst nicht um große Veränderungen, sondern um Orientierung: wieder Boden unter den Füßen bekommen, klarer denken, Gefühle einordnen und den nächsten machbaren Schritt finden.


Wie ich psychotherapeutisch arbeite

Als Psychotherapeut arbeite ich mit einem systemischen Blick. Das bedeutet: Ich betrachte nicht nur einzelne Symptome, sondern auch Zusammenhänge — etwa zwischen persönlicher Geschichte, Beziehungen, Familie, Arbeit, inneren Mustern und aktuellen Belastungen.

Im Mittelpunkt steht die Frage:

Was hält die Belastung aufrecht — und was kann wieder Bewegung, Stabilität und Handlungsspielraum ermöglichen?

Die Gespräche bieten einen vertraulichen Rahmen, in dem Sie offen über das sprechen können, was Sie belastet. Dabei geht es nicht um Bewertung oder vorschnelle Ratschläge, sondern um ein gemeinsames Verstehen Ihrer Situation und um konkrete nächste Schritte.


Wann ein Erstgespräch sinnvoll sein kann

Ein Erstgespräch kann sinnvoll sein, wenn Sie merken:

  • dass Sie schon lange über Ihre Grenzen gehen
  • dass Erschöpfung, Angst oder depressive Stimmung zunehmen
  • dass Sie sich im Kreis drehen
  • dass Arbeit, Beziehung oder Familie immer schwerer werden
  • dass Sie nicht mehr gut schlafen oder abschalten können
  • dass Sie Unterstützung brauchen, aber nicht genau wissen, welche

Sie müssen nicht warten, bis gar nichts mehr geht. Psychotherapie kann auch dann sinnvoll sein, wenn Sie noch funktionieren, aber spüren, dass es so nicht weitergehen sollte.


Der erste Schritt

Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, worum es geht, was Sie belastet und ob eine psychotherapeutische Begleitung für Ihre Situation passend ist. Sie müssen dafür nichts perfekt vorbereiten. Es reicht, wenn Sie mitbringen, was Sie gerade beschäftigt.

In meiner Praxis in Graz begleite ich Erwachsene bei Burnout, Depression, Angst und Lebenskrisen in einem klaren, geschützten und professionellen Rahmen.


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Praxis: Ruckerlberggürtel 13 (2. Stock, Tür 6), 8010 Graz


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